Warum gibt es an Weihnachten Geschenke?
Weihnachten ist ein christliches Fest. In der Nacht vom 24. bis zum 25. Dezember wurde Jesus Christus geboren. Deshalb nennt man diese Nacht auch „Heilige Nacht“. Seine Eltern waren Maria und Josef, die nach langer Wanderschaft in einem Stall eine Herberge für die Nacht gefunden hatten. Ein Stern am Himmel verkündete seine Geburt, denn Maria hatte Jesus ohne Sünde empfangen.
Daraufhin machten sich die heiligen drei Könige aus dem Morgenland auf den Weg, um dem auf die Welt gekommenen Heiland Geschenke zu bringen. Denn es wurde vorausgesagt, dass das neu geborene Kind die Welt erretten sollte. Sie brachten Jesus Geschenke mit. Dies waren Gold, Weihrauch und Myrre, die zu jener Zeit sehr kostbar waren. Auf diesen drei Gaben beruht die Tradition, an Weihnachten etwas zu verschenken. Das Weihnachtsfest ist eines der bedeutendsten Feste im Kirchenjahr.
Leider ist der Geist und der Ursprung von Weihnachten in der heutigen Zeit verloren gegangen. Weihnachten heutzutage ist geprägt von reinem Kommerz. Werbung und Handel überschlagen sich mit unzähligen Werbekampagnen zu überteuerten Produkten, die unterm Jahr durchaus für sehr viel weniger Geld zu haben sind. Der „Ottonormalverbraucher“ hetzt durch die Tage des Advents, um für seine Lieben die passenden Geschenke zu besorgen. Advent bedeutet eigentlich Buß- und Fastenzeit, Stille, Ruhe und Vorbereitung auf die Geburt von Jesus.
Davon ist aber kaum noch etwas zu spüren. Eine Weihnachtsfeier jagt die nächste, bunte Weihnachtsmärkte locken zum Konsum und auch dem Glühwein oder Grog wird mehr als genug zugesprochen. Nach amerikanischem Vorbild werden ganze Häuser in Lichterketten eingehüllt, so dass von Ruhe und Besinnung kaum noch etwas zu spüren ist.
Dabei wären viele Menschen froh, wenn man in der Weihnachtszeit einfach mehr Zeit füreinander finden könnte. Gemütliche Abende bei Kerzenschein oder einfach nur ein Spaziergang in der stillen Natur wären besser angebracht um über das was für einem Selbst und für die Welt wichtig ist, nachzudenken. Kinder würden sich freuen, wenn gemeinsam gebastelt oder Plätzchen gebacken werden. Gespräche, innere Einkehr – das ist an Weihnachten wichtig. Nur so können dann auch die nachfolgenden Weihnachtstage in Ruhe und familiärem Einklang genossen werden.
So ist auch der finanzielle Wert eines Geschenkes nicht vorrangig. Wichtig ist, dass es von Herzen kommt. Um solch eine Gabe zu verschenken, genügt nicht die kurze Zeitspanne vor Weihnachten. Vielmehr sollte man das ganze Jahr über ein offenes Ohr für die Wünsche und Gedanken seiner Mitmenschen haben.
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